Abtauchen in Sellin
Die Insel ist seit letztem Sommer um eine Attraktion reicher: Nach Zinnowitz können Urlauber jetzt auch an der Seebrücke Sellin mit einer Tauchglocke den Geheimnissen der Ostsee auf den Grund gehen.

Foto: Silvana Winter
Ist die Gondel auf Tauchstation, dann befindet sie sich 3,5 Meter unter der Meeresoberfläche und damit ca. einen Meter über dem Meeresgrund. Während des etwa 45 Minuten dauernden Tauchganges gibt die Besatzung der Tauchgondel eine Einführung in den Lebensraum Ostsee, seine
Besonderheiten und Bewohner. Abhängig von den Wetterverhältnissen, der Strömung und der Jahreszeit beträgt die Sichtweite durch die großen Glasfenster bis zu vier Meter.
Da insbesondere im Hochsommer die Sicht durch Plankton erheblich eingeschränkt ist, erwartet die Besucher eine ganz besondere Faszination. Wechselnde 3 D-Filme über die faszinierende Unterwasserwelt, Korallenriffe, die Welt der Haie und die Tiefsee machen ihren Tauchgang zu einem unvergesslichen Erlebnis am Grund der Ostsee.
Die druckfeste Tauchgondel hat einen Durchmesser von etwa sieben Metern und ist mit 17 großen Sichtfenstern aus etwa 60 Millimeter starkem Sicherheitsglas ausgestattet. Starke Elektromotoren befördern
den 45 Tonnen schweren Komplex an einem im Meeresboden gerammten Pfeiler bis einen Meter über den Meeresgrund und überwinden zugleich den Auftrieb von 50 Tonnen. Die Gondel ist gesichert gegen Eis und Orkan. Bei Eisgang im Winter wird der Betrieb allerdings eingestellt.
Die Preise liegen zwischen 4,50 EUR für Kinder unter 15 Jahren und 22,00 EUR für Familien mit bis zu drei Kindern. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Projekts.

